Wolfurt ist bereit für den großen Showdown

Besser hätte sich die Wolfurttrophy am Samstag kaum präsentieren können. Bei strahlendem Sonnenschein,
perfekten Bedingungen auf den Courts und vor nahezu vollen Rängen entwickelte sich der zweite Turniertag zu
einem echten Fest für den Beachvolleyball. Von den ersten Ballwechseln am Vormittag bis zu den letzten
Punkten der Halbfinalspiele am Abend bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer hochklassigen Sport, enge
Duelle und zahlreiche österreichische Nachwuchstalente zu sehen. Die Stimmung in der Arena wurde im Laufe
des Tages immer intensiver und machte bereits deutlich, dass der morgige Finaltag noch einmal alles
übertreffen könnte.

Für die heimischen Fans begann der Tag mit Lokalmatadorin Sarah Hinteregger, die gemeinsam mit ihrer
Innsbrucker Partnerin Emma Gasser um den Einzug ins Viertelfinale kämpfte. Ausgerechnet gegen ihre
Trainingspartnerinnen aus Tirol musste sich das junge Duo geschlagen geben und beendet die Wolfurttrophy
auf dem neunten Platz. Erfolgreicher verlief der Tag für die Dornbirnerin Julia Fussenegger, die gemeinsam mit
Adrianna Grzybek souverän mit 2:0 durch die Round of 12 marschierte. Im Viertelfinale wartete mit Oleksandra
Shkarupa/Magdalena Rabitsch das topgesetzte Team. Fussenegger und Grzybek hielten lange stark dagegen
und bewiesen, dass sie ihren Platz unter den besten acht Teams verdient hatten. Am Ende setzte sich die
Nummer eins mit 2:0 durch, für das Dornbirner Duo blieb ein starker fünfter Rang.

Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto höher wurde auch die Spannung. Besonders das erste Damen-
Halbfinale entwickelte sich zu einem echten Kraftakt für Shkarupa und Rabitsch. Gegen Sarić/Mascherbauer

gerieten die Favoritinnen immer wieder unter Druck und verloren zunächst den ersten Satz. Auch der zweite
Durchgang blieb völlig offen und wurde erst in der Verlängerung entschieden. Im dritten Satz bewiesen
Shkarupa und Rabitsch schließlich ihre Nervenstärke und setzten sich mit 15:11 durch. Damit stehen sie morgen
ungeschlagen im Finale.

Im zweiten Halbfinale trafen Lia Berger/Lilli Hohenauer, die U18-Weltmeisterinnen von 2024, auf das
international besetzte Duo Andrea Lorenzova/Tjasa Kotnik aus Tschechien und Slowenien. Spektakuläre
Angriffe und Blocks sorgten für beste Unterhaltung auf den Rängen. Die jungen Österreicherinnen zeigten
erneut ihre Klasse und sicherten sich den Finaleinzug. Damit kommt es morgen zum Duell zwischen den
topgesetzten und bislang ungeschlagenen Shkarupa/Rabitsch und den österreichischen
Nachwuchsweltmeisterinnen Berger/Hohenauer – ein Finale, das bereits im Vorfeld Spannung verspricht.
Auch bei den Herren wurde am Samstag deutlich, wie viel Qualität der Österreichische Beachvolleball auf dem
Wolfurter Sand kann. Moritz Kindl/Laurenz Leitner, Elias Holzinger/Michael Klemen sowie Paul
Hohenauer/Philipp Sponer kämpften sich ins Halbfinale. Besonders bemerkenswert ist dabei der erst 16-
jährige Hohenauer, der gemeinsam mit Sponer weiterhin ungeschlagen ist. Komplettiert wird das Halbfinalfeld
von Mathias Seiser und seinem tschechischen Partner Tomas Smerad, die trotz fehlender gemeinsamer
Turniererfahrung ebenfalls ohne Niederlage geblieben sind.
Damit hat die Wolfurttrophy am Samstag eindrucksvoll gezeigt, was dieses Turnier ausmacht: Familiäre
Stimmung, österreichische Spitzenathletinnen und -athleten, junge Talente und ein Publikum, das jede
spannende Rallye mitträgt. Der zweite Turniertag hat die Erwartungen bereits übertroffen und gleichzeitig die
Vorfreude auf die großen Entscheidungen weiter gesteigert.
Morgen geht es um die Titel. Die Wetterprognosen versprechen erneut beste Bedingungen, die Teams sind
bereit und die Arena dürfte noch einmal deutlich voller werden. Nach einem Samstag mit hochklassigem
Beachvolleyball, spektakulären Halbfinals und einer Stimmung, die von Spiel zu Spiel intensiver wurde, ist eines
sicher:

Wer morgen in Wolfurt dabei ist, darf sich auf einen Finaltag freuen, der alles mitbringt, was Beachvolleyball so
faszinierend macht.

Wolfurt ist bereit. Der Sand wartet. Und die Trophy ist noch lange nicht entschieden.